Die Docklands London - das größte Neubaugebiet in Europa

Docklands London

London hatte einst den größten Frachthafen der Welt. Im Osten der Stadt waren riesige Gebiete von London für lange Zeit Hafengelände. Nachdem nach 1960 immer mehr große Containerschiffe die Weltmeere eroberten, erlebten die Docklands einen beispiellosen und schnellen Niedergang. Die Themse und die Docklands waren zu klein und zu eng für die neuen großen Frachtschiffe.

Das Gelände verkam, zehntausende Hafenarbeiter wurden arbeitslos. Die britische Regierung unter Thatcher entschloss sich zu einem radikalen und mutigen Schritt. Ein neuer, gigantischer Stadtteil sollte entstehen. Durch Steuererleichterungen, Milliarden Pfund öffentliche Mittel und den Aufstieg Londons zur Finanzhauptstadt Europas, entstand ein einmaliger Immobilienboom. Riesige Bürogebäude, Einkaufszentren, Luxuswohnungen, Yachthäfen und anders entstanden in gigantischen Ausmaßen: Die drei höchsten Wolkenkratzer von Großbritannien stehen in den Docklands (200 - 240 Meter hoch). In gut 20 Jahren wurden die Docklands von einer der verkommensten Gegenden zu einem der modernsten Stadtteile in der westlichen Welt.

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Das Herz der neuen Docklands ist die Isle of Dogs. Auf der Insel steht der Gebäudekomplex Canary Wharf. Neben dem "One Canada Square", dem mit fast 240 Meter höchstem Haus in Großbritannien, wurden hier etwa 30 weitere große Gebäude errichtet. Alleine in und um der Canary Wharf arbeiten derzeit 100.000 Menschen, vor allem in Büros.

Um die Verkehrsprobleme in den Docklands London zu lösen wurde die S-Bahn ähnliche DLR (Docklands Light Railway) gebaut. Die Bahn ist eines der ersten fahrerlosen Zugsysteme der Welt. Sie verkehrt auf mehreren Strecken in den Docklands London. Vor allem die auf Pfeiler gebauten Hochbahnstrecken (siehe oben) wirken futuristisch. Allerdings reichte die Kapazität der DLR schnell nicht mehr aus, der Bauboom in den Docklands wurde von den Stadtplanern zuerst völlig unterschätzt. Die 1999 vollendete Verlängerung der Londoner U-Bahn (Jubilee Line) zur Canary Wharf sorgte erstmal für Entlastung. Weitere Schieneninfrastruktur-Projekte sind im Bau. Insbesondere das Projekt "Crossrail" wird weitere Verbesserungen bringen. Die neue Bahn quer durch London soll 15 Milliarden Pfund kosten. Dies ist ein Vielfaches von dem in Deutschland so umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21. 2009 haben die Bauarbeiten hierzu bei Canary Wharf begonnen. Selbst ein kleiner Verkehrsflughafen, der London City Airport, wurde in den Docklands gebaut. Was in dem neuen Docklands sehr positiv auffällt, ist die geringe Anzahl der Straßen und Autos.

Einige Dinge der alten Hafeninfrastruktur, wie große Verladekräne (siehe Bild unten) wurden als Denkmäler der alten Zeit stehen gelassen. Zwischen den modernen Bürogebäuden wirken alte Sozialwohnungen wie Fremdkörper. Die Mehrzahl der großen Banken, Finanzkonzerne, Zeitungen und Medienkonzerne von Großbritannien haben inzwischen in den Docklands London ihre neuen Hauptquartiere.

Eine guten Überblick über die Docklands bekommt man als Tourist bei einer Fahrt durch die Docklands mit der Hochbahn DLR. Aber Vorsicht: Der von London aus gesehene hintere (östliche) Teil der Docklands liegt nicht mehr im Bereich des Londoner Tarifgebiets 2. Wer ohne gültigen Fahrausweis erwischt wird, zahlt 50 Pfund Strafe (Stand 2010). Unbedingt sollte man auch einen Spaziergang durch Canary Wharf unternehmen. In den Gebäuden um die DLR-Haltestelle Canary Wharf sind mehrere große Shopping-Center. Am besten eignet sich für einen Besuch der Docklands London ein Wochentag. Dann sind die vielen Geschäftsleute unterwegs. Wer es ruhiger mag, kann auch am Sonntag kommen. Auch dann sind, wie überall in London, die meisten Geschäfte geöffnet.

Von der südlichsten Haltestelle der DLR in den Docklands London führt ein Fußgängertunnel unter der Themse nach Greenwich. Auf dem obigen Bild sind die Docklands London von Greenwich aus zu sehen.

 

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